Junio 2018

dav

Ich kann kaum glauben, dass nach dieser Monatsübersicht nur noch zwei folgen werden. Mir bleiben nur noch zwei Monate in Mexiko. Zwei Monate, die ich gerne ausnutzen möchte. Gleichzeitig freue ich mich aber auch schon wieder auf zuhause.

Gesehen:

Als erstes Mal erinnere ich mich an die zerfallenen Häuser in Havanna, an die saftig grüne Landschaft, die ich schon von oben aus dem Flugzeug sehen konnte, die bunten Autos und die vielen Straßenmusiker. An die wunderschöne Aussicht bei Nacht vom Hotel Inglaterra und von unserem Balkon aufs Meer.

Als nächstes erinnere ich mich daran, wie ich den einen Tag zur Schule fuhr und noch alles grau war. Am nächsten Morgen jedoch wurde ich von einer froschgrünen Landschaft überrascht. Es war als hätte man einen Eimer grüne Farbe über Las Cañadas ausgeschüttet. Tatsächlich hatte es aber einfach nur angefangen zu regnen.

Dann habe ich natürlich mal wieder die wunderschöne Landschaft Mexikos gesehen. Die fünf Stunden bis nach San Luís Potosí habe ich kaum ein Auge zumachen können, weil ich die ganze Zeit auf die Kakteen und grün, braunen Berge schauen musste. Hinzu kommen mal wieder unglaublich viele Sonnenauf-und untergänge. Der Himmel und das Licht sind hier einfach unglaublich, auch wenn die Regenzeit nun jetzt offiziell angefangen hat, es seit ca. 2-3 Wochen (ich habe das Zeitgefühl ein bisschen verloren) viel kühler geworden ist und teilweise morgens schon Hamburger Verhältnisse herrschen.

Gehört:

  • Me gustas tu- Manu Chao
  • Flor de primavera- La Troba Kung-Fú
  • Procura- Chichi Peralta
  • Día de Enero- Shakira

Dann ist mein Spotify abgelaufen.

Aber abgesehen davon habe ich noch 1 Millionen andere Geräusche gehört. Zum letzten Mal habe ich die Glocken vom Refugio Tempel gehört, die Polizeisirenen auf der Federalismo, die Musikproben von unseren Nachbarn, dann bin ich wieder umgezogen, zurück in das Haus meiner Gastfamilie, wo ich von Vogelgezwitscher und Hundegebell empfangen wurde.

Einen Satz, den ich überhaupt nicht mehr hören kann, ist „Aquí hay un animal!. Seitdem die Regenzeit eingesetzt hat, kommen die ganzen kleinen Krabbeltiere aus ihren Löchern und jedes Mal, wirklich JEDES Mal, wenn die Kinder, mit denen ich arbeite eines von ihnen sehen, wird dieser Satz ausgeschrien. Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass ich jedes Mal hinrennen muss um zu überprüfen, dass es sich bei dem kleinen Insekt nicht um einen Skorpion handelt.

 Gelesen:

 Angefangen:

  • Tessa de Loo: „Die Zwillinge“
  • Anton Hoch und Lothar Gruchmann: „Georg Elser: Der Attentäter aus dem Volke. Der Anschlag auf Hitler im Bürgerbräu 1939

Einen super interessanten Artikel über die Tricks der Parteien bei den Wahlen in Mexiko, um Wählerstimmen zu gewinnen.

https://inmexiko.wordpress.com/2018/06/27/wahltag/

Gefühlt:

 Mal ganz abgesehen von all dem alltäglichen Gefühlschaos habe ich mich diesen Monat in einigen Momenten sehr wertgeschätzt gefühlt. Da der Abschied langsam naht gab es diesen Monat nun schon eben das ein oder andere Abschiedsessen, mir wurde so oft „Danke“ gesagt, dass ich das Gefühl bekam, dass dieses Jahr vielleicht doch nicht ganz umsonst war.

Mit diesem Abschied (es geht allerdings erst in 2 Monaten zurück) habe ich mich auch irgendwie entschlossener gefühlt. Auch wenn mir Mexiko bis jetzt mehr Energie geraubt, als gegeben hat, so habe ich doch auch unglaublich viel gelernt und bin entschlossen diese gelernten Dinge nun auch mitzunehmen.

Gelernt:

  • Dass ich in diesem Jahr vielleicht mehr gelernt habe, als ich gedacht hätte

 

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