CDMX: Erster und zweiter Eindruck

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Mein erster Eindruck? WOW! Was ist das? Wo bin ich hier? Eine Mischung aus Zukunftsstadt und indischem Slum. Mein zweiter Eindruck? Nicht schon wieder Metro! Können wir da nicht auch schnell hinlaufen? Ich wollte sowieso noch bei dem Shop vorbeigucken.

Vor jetzt schon fast zwei Wochen war ich in Mexiko-Stadt, auch bekannt als DF, CDMX oder einfach „México“. Ja, der letzte Name lässt mich auch immer wieder stutzen und sorgt das ein oder andere mal für Verwirrung, aber man gewöhnt sich dran. Berlin wird für mich aber trotzdem immer „Berlin“ bleiben und nicht zu „Deutschland „ werden.

Zusammen mit meiner Freundin kam ich an einem Samstagmorgen im Westen von dieser Megametropole an und schon der erste Blick war einfach nur beeindruckend! Wir saßen oben ganz vorne in einem Doppeldeckerbus, waren von der Nachtfahrt noch halbverschlafen, konnten durch unsere Schlitzaugen kaum etwas erkennen und starrten uns nur mit offenen Mündern an, als wir von oben herab auf dieses Monstrum einer Stadt zufuhren. Ich erinnere mich an hohe neue Häuser, neben Baukränen und einer Wand Buntes. Dieses „Bunte“ entpuppte sich als an einen Hang gebaute Siedlung, dessen Häuser jeweils in einer anderen Farbe angemalt waren. Es standen sich also grau und bunt gegenüber.

Das Wetter war arschkalt, viel kälter als das ich es erwartet hätte. Ich bereute es direkt meine dicke Jacke nicht mitgenommen zu haben.

Als wir uns durch die Straßenstände zur Metrostation durchschlugen kamen uns Gerüche von frisch gebackenen Gorditas, fettigen Tacos, gegrillten Hähnchen und Plastikschuhen entgegen. Die Metro selbst war mindestens genauso voll wie der „kleine“ Markt davor. Eine Fahrt mit der Metro (egal wie viele Bahnen du nutzt) kostet hier 5 Pesos. Umgerechnet sind das ca. 23Cent sind. Das ist im Grunde genommen kaum etwas, doch noch vor ein paar Monaten hat eine Fahrt nur 3 Pesos gekostet. Damals gab es massig Beschwerden über diese Erhöhung und um ehrlich zu sein kann ich dies gut verstehen. Bei einer Stadt mit dieser Größe bist du einfach auf die Metro angewiesen. Busse stehen andauernd im Stau und sind bei weitem nicht so effizient wie die Bahn. Da sammeln sich die Kosten doch schon etwas schneller, wenn du regelmäßig die Metro nutzt. Meine Metro-Erlebnisse im großen und ganzen waren aber sehr chistoso (lustig). Ein paar Mal durfte ich mit dem ein oder anderen Metrofahrer kuscheln und etwas mehr Körperkontakt aufbauen. Ich dufte beobachten, wie ein Fuß in einer Tür stecken blieb und auf einmal verstand ich, warum die Türen hier nicht auf einmal zugehen, sondern ruckartig immer wieder auf und zustoßen (damit genug Zeit bleibt alle restlichen Rucksäcke, Körperteile oder Sonstiges aus dem Zug zu retten). Außerdem gibt es hier ein Frauenabteil, dass dafür eingerichtet wurde, mehr Übergriffe auf Frauen zu verhindern. En realidad steigen da dann doch die ein oder anderen Männer ein. Und um ehrlich zu sein habe ich es auch nur genutzt, da diese Abteile immer leerer sind. Mein bestes Metro-Erlebnis jedoch war, als sich eine Frau neben mir mit einem Löffel die Wimpern gebogen hat. Es ist hier und auch in Guadalajara nicht unüblich sich im Bus oder in der Bahn zu schminken, aber die Wimpern mit einem Löffel zu biegen?! Das war dann doch ein bisschen zu viel für mich.

Da es bei unserer Ankunft früh am Morgen war sind wir in der Mall um die Ecke frühstücken gegangen. Pancakes, die ich mir definitiv hätte sparen können. Eine Gemeinsamkeit mit den Malls in Mexiko und Deutschland ist die Weihnachsdekoration. Schon Mitte November stehen hier die großen Weihnachtsbäume und XXL-Kristbaumkugeln hängen von der Decke.

Mexiko-Stadt ist groß und das merkt man an jeder Straßenecke. Wie in Berlin gibt es dort nicht nur ein Zentrum, sondern mehrere kleine. Natürlich gibt es das „Centro historico“ mit dem Palast und dem Zócalo, aber direkt daneben befindet sich dann das „Barrio Chino“ und der „Palaccio de bellas Artes“, wo sich ebenfalls kleine Zentren gebildet haben. Aber auch anhand der Menschenmassen habe ich gemerkt, wie groß die Stadt ist. Zudem gab es nicht nur Spanisch, sondern auch Englisch, Chinesisch und andere Sprachen zu hören.

Mein erstes Wochenende in CDMX habe ich damit verbracht viel durch die Stadt zu streifen und Eindrücke zu sammeln. Gefühlt habe ich mehr Zeit untertage, in der Metro verbracht, aber trotzdem ist es mir gelungen einiges von der Stadt zu sehen. Am besten gefallen hat mit „La Roma“ ein sehr hippes Viertel, in dem sich auch das Goethe-Institut, der Arbeitsplatz eines Freundes, befindet. Dieses Viertel ist so groß, dass es schon in „Roma Norte“ und „Roma Sur“ eingeteilt wurde. Für mich war es eine Mischung aus den süßen Straßen von Antwerpen, Spanien von den Gebäuden her und Mexikos Musik und Gerüche. Eine Kombination zum Verlieben!

Ein außerdem sehr berühmtes Viertel ist Xochimilco, da sich hier die „hängenden Gärten der Atzteken“ befinden. Vor vielen vielen Jahren haben die Atzeken hier auf einem See sehr fruchtbare Gärten angelegt um die Bevölkerung zu ernähren. Heute fahren dort viele kleine bunte Ausflugsbote durch. Familien feiern Geburtstage, Freunde Partys. Ein Ort, der dem einheimischen Tourismus zugrunde gefallen ist. Durch den Tourismus und die vielen Leute hat dieser Ort leider sehr viel an Charme verloren. So wurden wir andauernd von Verkäufern verfolgt die uns Boote, Essen oder Krims Krams andrehen wollten.

An meinem ersten Wochenende war ich fasziniert von der Stadt, habe alles in mir aufgesogen, die Gerüche, Widersprüche, Menschen.

Erstaunlicherweise habe ich mich an meinem zweiten Wochenende fast schon wie zuhause gefühlt. Ich wusste welche Metros wohin fuhren (auch wenn ich es hasste mit ihnen zu fahren, da ich die Hitze und Lautstärke in den Schächten nicht abkonnte), wusste wo der nächste Wallmart ist und wo es die besten Brötchen gibt (ja sehr deutsch).

Um ehrlich zu sein könnte ich jetzt noch so viel mehr erzählen, von dem Besuch einer Salsa Bar, den wöchentlichen Schachtunieren am Sonntag in der Metro, oder den unglaublichen Dachterassen, aber ich denke ich muss einfach noch mal nach „México“.

 

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